Umbau eines denkmalgeschützten Kasernengebäudes zum Landesfunkhaus Sachsen des Mitteldeutschen Rundfunks MDR
Das 30.000 qm große Grundstück des MDR liegt nördlich der Dresdener Altstadt. Es ist Bestandteil eines im vorigen Jahrhundert errichteten militärischen Areals. Der für den Umbau vorgesehene dreigeschossige Kasernenaltbau steht unter Denkmalschutz. Die Bereiche Fernsehstudio und Kantine mit Nebenräumen, die sich wegen Raumhöhen und der akustischen Erfordernisse nicht in diesem Altbau unterbringen ließen, wurden in einem Neubau zusammengefasst. Dabei fügt sich der niedrigere Baukörper durch ein begrüntes Dach und durch Geländemodulationen harmonisch in die Parkanlage des ehemaligen Kasernenareals ein. An der Südwestseite öffnet sich die Kantine über eine großzügig verglaste Fassade zur Terrasse, Wasserfläche und zum Park. Im Kasernenaltbau sind sowohl Büro- und Redaktionsbereiche als auch Studios und Produktion untergebracht. Um die Flächen optimal nutzen zu können, sind neben konventionellen Einzelbüros auch Kombibürozonen vorgesehen, die durch Glastrennwände, Raumteiler oder spezielle Möblierung ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Es entstehen räumlich interessante, vielseitig nutzbare »Bürolandschaften«. Im Neubau konnte das hochtechnische Fernsehstudio nach seinen spezifischen, technischen Anforderungen eingeplant werden. Außerdem befindet sich im Neubau noch die Kantine, die als zweite »Spielfläche« ebenfalls für Fernsehproduktionen dienen soll. Inklusive der zugehörigen Lager und Nebenräume konnte somit ein optimaler Funktionszusammenhang erreicht werden.